zurück Das inklusive Theater

27.1.2014

MOZ  

16. April 2014

Theateraufführung in Erkner im Rahmen

"Psychiatrie - Jahrestagung"

 

"Ich will mein Leben zurück"

am 16. April 2015 in Erkner
Die morgendliche Theatervorführung war eine feinsinnige Widerspiegelung unserer professionellen Bemühungen, betreuten Personen eine gesunde Bewältigung ihrer psychischen Erkrankung in einer „normalen“ Lebenswelt zu ermöglichen.
Die Theatergruppe hat überrascht und erfrischt.
 Alle fühlten sich im positiven Sinne erwischt und gleichzeitig solidarisch eingeschlossen und mitgenommen. Die Zuschauer waren Zeugen vieler kurze Szenen mit nachhaltiger Tiefe;  wir  wurden an eigene biografische und seelische Ab/Gründe erinnert: z. B. die bedrückende Atmosphäre in einem Warteraum zwischen Hoffnung, Konkurrenz, An- und Abgewiesensein und einem fragwürdigen Sinn des Daseins in Wartestellung.
Wir waren überrascht von der Frische, dem Tiefgang, von der Professionalität und Offenheit der Schauspiellaien/der psychisch kranken Theaterlaien. Deutlich war, dass das Bemühen der Theaterschauspieler auch eine therapeutische Funktion und Wirkung entfaltet.
Unser Tagungsprogramm wurde bereichert,- der theoretische Diskurs bekam Herzenqualität und geerdeten Sinn.

Elisabeth Schütz

 
8.6.2015 MOZ  
9.6.2015 MOZ  
2.7.2015 Blickpunkt  
9. Juli 2015

Theaterfestival in Schwedt

Alles ist still. Neun Darsteller sitzen mit dem Rücken zum Publikum. Das Licht geht an. Stille. Bis auf ein aufgewecktes "Hallo!" hört man in der ersten Szene nichts. Allein durch Mimik und Gestik schafften es die Darsteller, das Interesse der Zuschauer zu wecken. Das Inklusionsprojekt beleuchtete psychische Erkrankungen, die Umgangsweise mit den "Psychos" und deren Gefühle. Trotz weniger Requisiten konnten sie ganze Bühnenbilder, inklusive Ortswechsel, erstellen. Unterstrichen wurden die Szenenübergänge durch selbstgespielte Lieder auf der Gitarre. Während der Aufführung war man wie gefesselt, konnte die Augen und Ohren nicht von der Bühne lassen.
Dieses Stück war eine gelungene Abwechslung, von der Themenauswahl bis hin zur Darstellungsweise. Es bewegte viele, regte zum Nachdenken an und traf genau da, wo es treffen sollte. Mitten ins Herz. Für uns war es definitiv das Highlight der Woche und der krönende Abschluss der 22. Schultheatertage.

von Vivien Straßburg und Anna Brenner, DS-Kurs, Gauß Gymnasium Schwedt